Der TSV Friedberg hat am Samstagabend in einer hart umkämpften Partie gegen den TSV Simbach Moral bewiesen und sich mit einem 33:31 (13:16) zwei enorm wichtige Punkte gesichert. Nach einem über weite Strecken hartnäckigen Rückstand drehten die Herzogstädter die Begegnung mit einem beeindruckenden Schlussspurt und belohnten sich für eine kämpferisch starke Leistung.
Die Vorzeichen standen für die Schützlinge von Trainer Pfänder zumindest personell wieder etwas besser. Zwar mussten Nothelfer und Neumeier verletzungsbedingt passen, dafür kehrten mit Porterfield und Thiel zwei wichtige Spieler in den Kader zurück. Beide sorgten für deutlich mehr Stabilität in der Defensive, mussten allerdings bereits in der ersten Halbzeit jeweils zwei Zeitstrafen hinnehmen und waren damit frühzeitig rotgefährdet.
Die Partie begann ausgeglichen. Beide Mannschaften fanden im Angriff immer wieder Lösungen, leisteten sich jedoch auch einige Fehler. Robuste Abwehrreihen und gut aufgelegte Torhüter sorgten zunächst dafür, dass sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Mitte der ersten Halbzeit verfiel Friedberg allerdings erneut in eine Schwächephase. Leichte Ballverluste und schnelle Gegentore ermöglichten es den Gästen, sich beim 8:13 erstmals deutlicher abzusetzen. Zwar kämpfte sich Friedberg wieder etwas heran, doch die Fehlerquote blieb zu hoch. Auch dank eines gehaltenen Siebenmeters von Reich konnte der Rückstand bis zur Pause zumindest auf 13:16 begrenzt werden.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich zunächst ein ähnliches Bild. Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe, doch Simbach blieb stets leicht in Führung. Immer wieder verhinderten unnötige Ballverluste und Unkonzentriertheiten im Angriff, dass Friedberg den Rückstand vollständig aufholen konnte. Die Gäste nutzten ihre Möglichkeiten konsequent und hielten die Herzogstädter auf Abstand.
Doch mit zunehmender Spieldauer fasste sich vor allem Abstreiter ein Herz. Der Rückraumspieler übernahm immer mehr Verantwortung, riss die Partie förmlich an sich und erzielte neun seiner insgesamt elf Treffer in der zweiten Halbzeit. Gemeinsam mit dem erneut hervorragend aufgelegten Hammerl im Tor wurde er zum entscheidenden Faktor für die Aufholjagd.
Friedberg zeigte nun auch kämpferisch eine hervorragende Leistung, gab keinen Ball verloren und arbeitete sich Tor um Tor heran. Dennoch schien Simbach beim 29:31 knapp vier Minuten vor Schluss weiterhin die besseren Karten zu haben. Doch die Herzogstädter hatten an diesem Abend noch eine Antwort parat. Mit einer leidenschaftlichen Defensive, wichtigen Paraden und konsequent ausgespielten Angriffen gelang ein 4:0-Lauf. Erst glich Nadarevic zum 31:31 aus, ehe Abstreiter die viel umjubelte Führung erzielte. Den Schlusspunkt setzte schließlich Porterfield zum 33:31, womit der wichtige Heimsieg endgültig perfekt war.
Nach den zuletzt enttäuschenden Auftritten ist dieser Erfolg für Friedberg von enormer Bedeutung und dürfte der Mannschaft das dringend benötigte Selbstvertrauen zurückgeben. Gleichzeitig zeigte die Partie einmal mehr, wie ausgeglichen die Oberliga in dieser Saison besetzt ist und dass an einem guten Tag jeder Gegner geschlagen werden kann.
Nun steht zunächst ein spielfreies Wochenende an, ehe es für den TSV Friedberg zum Ligaprimus nach Ismaning geht. Dort möchte man an die kämpferische Leistung anknüpfen und auch gegen den Tabellenführer etwas Zählbares mitnehmen.
Für den TSV Friedberg spielten: Hammerl, Nadarevic (4), Scholz (4), Heger, Thiel (2), Abstreiter (11/3), Maier, Newel, Braun (1), Cada, Rehmeyer (4), Schiechtl (2), Porterfield (5), Reich
