Der TSV Friedberg musste am Sonntagnachmittag beim TSV Herrsching die nächste bittere Niederlage hinnehmen. In einer Partie, die man angesichts der aktuellen Tabellensituation keinesfalls verlieren durfte, unterlagen die Herzogstädter mit 31:33 (15:16). Trotz einer hervorragenden Torhüterleistung und zahlreicher Möglichkeiten, das Spiel für sich zu entscheiden, stand Friedberg am Ende erneut mit leeren Händen da.
Wie bereits in der Vorwoche erwischte Friedberg einen äußerst fehleranfälligen Start. Zahlreiche technische Fehler, ungenaue Pässe und überhastete Abschlüsse prägten das Angriffsspiel. Die offensive Deckung der Hausherren provozierte immer wieder Ballverluste und brachte den TSV aus dem Konzept. Dass sich dennoch eine ausgeglichene Partie entwickelte, war vor allem dem hervorragend aufgelegten Hammerl im Tor sowie der Nervosität der Gastgeber zu verdanken. Herrsching brachte dabei sogar das Kunststück fertig, insgesamt viermal das leere Friedberger Tor beim Sieben-gegen-sechs zu verfehlen.
Doch anstatt aus diesen Einladungen Kapital zu schlagen, stand sich Friedberg immer wieder selbst im Weg. Auch die Rote Karte gegen die Hausherren nach einem Frontalschlag ins Gesicht von Nothelfer, der daraufhin nicht mehr weiterspielen konnte, brachte keinen entscheidenden Vorteil. Zwar kämpfte sich Friedberg nach anfänglichen Schwierigkeiten besser in die Partie und übernahm zwischenzeitlich sogar die Führung, doch mit einem knappen 15:16-Rückstand ging es in die Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel zeigte Friedberg zunächst eine verbesserte Leistung und konnte sich beim 18:19 erstmals mit einem Treffer absetzen. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Beim 27:29 gut sieben Minuten vor Schluss schien der TSV endlich auf die Siegerstraße einzubiegen. Doch die weiterhin hohe Fehlerquote, insbesondere im Abschluss, verhinderte eine Vorentscheidung.
Was in der Schlussphase folgte, war aus Friedberger Sicht kaum zu erklären. Innerhalb der letzten zehn Minuten vergab man insgesamt sechs klare Torchancen und ließ damit zahlreiche Möglichkeiten ungenutzt, die Partie für sich zu entscheiden. Herrsching war an diesem Nachmittag definitiv schlagbar, doch zeitweise schien es, als wollten sich beide Mannschaften mit Einladungen an den Gegner gegenseitig übertreffen.
Trotz einer überragenden Leistung von Hammerl, der sein Team mit zahlreichen Paraden im Spiel hielt, gelang es Friedberg nicht, die entscheidenden Treffer zu erzielen. Herrsching nutzte die Fehler in der Schlussphase konsequenter und sicherte sich letztlich einen 33:31-Heimsieg.
Nach der nächsten enttäuschenden Vorstellung muss sich der TSV Friedberg nun endgültig mit dem Abstiegskampf auseinandersetzen. Am kommenden Wochenende wartet mit dem Heimspiel gegen Simbach eine richtungsweisende Begegnung, in der unbedingt gepunktet werden muss. Trainer Pfänder hofft dabei auf die Rückkehr zahlreicher verletzter und angeschlagener Spieler, um wieder mehr personelle Alternativen zur Verfügung zu haben. Vor allem aber gilt es, die hohe Fehlerquote endlich abzustellen und die vorhandenen Chancen konsequenter zu nutzen.
Für den TSV Friedberg spielten: Hammerl, Nadarevic (4), Scholz (1), Heger (6), Neumeier (3), Abstreiter (5/2), Maier, Newel (2), Braun (1), Cada, Nothelfer (1), Rehmeyer (2), Reich, Häusler (6).
