Der TSV Friedberg musste am Samstagabend bei der Reserve von HT München einen deutlichen Rückschlag hinnehmen. Nach dem enttäuschenden Unentschieden gegen Germering fanden die Herzogstädter auch in Taufkirchen nie richtig in die Partie und mussten sich am Ende deutlich mit 27:36 (15:19) geschlagen geben.
Bereits vor dem Spiel musste Trainer Pfänder kräftig improvisieren. Neben dem verletzten Thiel fehlten auch Torhüter Karl sowie der erkrankte Abstreiter, zudem war Scholz nicht einsatzfähig. Um die entstandenen Lücken zu schließen, wurde Häusler aus der zweiten Mannschaft reaktiviert.
Doch von Beginn an lief Friedberg einem Rückstand hinterher. Zu viele eigene Fehler ermöglichten den Gastgebern einfache Ballgewinne und schnelle Gegenstoßtore. Gleichzeitig fand die Friedberger Defensive kaum Zugriff. Bereits nach gut zwölf Minuten lag der TSV mit 3:11 zurück, wenig später wuchs der Rückstand beim 5:15 sogar auf zehn Treffer an.
Zumindest gegen Ende der ersten Halbzeit zeigte Friedberg eine Reaktion. Die Abwehr stabilisierte sich etwas und im Angriff wurden die Chancen konsequenter genutzt. Angeführt von einem starken Rehmeyer kämpfte sich der TSV noch einmal heran und verkürzte zwischenzeitlich auf 14:16. Statt den Anschluss endgültig herzustellen, ließ man HT München jedoch vor der Pause wieder davonziehen und ging mit einem 15:19-Rückstand in die Kabine.
Auch nach dem Seitenwechsel gelang es Friedberg nicht, die Partie noch einmal ernsthaft zu öffnen. Zwar verkürzte man mehrfach, näher als auf drei Treffer kam der TSV jedoch nicht mehr heran. Zu viele Fehler im eigenen Spiel und eine weiterhin anfällige Defensive verhinderten eine echte Aufholjagd. HT München nutzte dies konsequent, setzte sich in der Schlussphase immer weiter ab und machte die deutliche Friedberger Niederlage perfekt.
Rehmeyer stemmte sich mit insgesamt zehn Treffern gegen die Niederlage, unterstützt vom reaktivierten Häusler, der sechsmal erfolgreich war. Insgesamt war es an diesem Abend aber deutlich zu wenig, um bei einer starken Münchner Mannschaft etwas Zählbares mitzunehmen.
Nun bleibt die Hoffnung, dass sich die angespannte Personalsituation bis zum kommenden Wochenende wieder etwas entspannt. Dann empfängt Friedberg Regensburg in eigener Halle und möchte nach zuletzt zwei enttäuschenden Auftritten wieder ein anderes Gesicht zeigen.
Für den TSV Friedberg spielten: Hammerl, Nadarevic (4), Scholz, Heger, Neumeier, Maier (1), Newel (2), Braun, Nothelfer, Rehmeyer (10/2), Schiechtl, Porterfield (4), Reich, Häusler (6).
