Glücklicher Punktgewinn nach schwacher Vorstellung gegen Germering

Der TSV Friedberg ist gegen eine ersatzgeschwächte und neu zusammengestellte Mannschaft aus Unterpfaffenhofen-Germering nicht über ein 20:20 (12:8) hinausgekommen. Besonders bitter: Nach einer zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Führung verlor Friedberg völlig den Faden und musste am Ende sogar froh sein, zumindest einen Punkt in der Herzogstadt zu behalten. 

Bereits vor Anpfiff gab es die erste schlechte Nachricht. Thiel verletzte sich beim Aufwärmen muskulär und musste kurzfristig passen. Die Mannschaft rückte daraufhin enger zusammen und erwischte zunächst einen vielversprechenden Start. Trotz zahlreicher Fehlwürfe und technischer Fehler stand nach knapp zwölf Minuten eine 7:2-Führung auf der Anzeigetafel. Vieles deutete zu diesem Zeitpunkt auf einen entspannten Samstagabend hin. 

Doch Friedberg verpasste es, frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Obwohl die Defensive sehr gut arbeitete und Germering kaum zu einfachen Toren kommen ließ, blieb im Angriff vieles Stückwerk. Die Gäste hielten sich dadurch im Spiel und Friedberg ließ die Tür immer einen Spalt offen. So ging es trotz deutlicher Feldüberlegenheit lediglich mit einer 12:8-Führung in die Halbzeit.

Nach Wiederanpfiff schien der Bann dann endgültig gebrochen. Friedberg baute den Vorsprung weiter aus und beim 16:9nach 37 Minuten schien die Partie eigentlich entschieden. Was anschließend folgte, dürfte allerdings noch für einigen Gesprächsbedarf sorgen. 

Im Friedberger Angriff kam ein unerklärlicher Bruch. Reihenweise scheiterte man am gegnerischen Torhüter, dazu kamen leichtfertige Ballverluste und technische Fehler. Germering nahm die Geschenke dankend an und legte einen 6:0-Laufhin. Aus einem komfortablen 16:9 wurde ein 16:15. Friedberg fing sich kurzzeitig, doch in der 55. Minute gelang den Gästen schließlich der 19:19-Ausgleich, wenig später ging Germering beim 19:20 sogar erstmals in Führung. 

Scholz glich per Siebenmeter noch zum 20:20 aus. In einem spielerisch schwachen Spiel, das am Ende keinen Sieger verdient hatte, bekam Friedberg zwar noch die Gelegenheit auf den letzten Angriff, konnte diese aber ebenfalls nicht mehr nutzen. So blieb es beim 20:20 und einem Punkt, über den man angesichts der Schlussphase beinahe noch froh sein musste.

Nun gilt es, insbesondere die zweite Halbzeit aufzuarbeiten und in der kommenden Trainingswoche wieder deutlich mehr Konzentration und Disziplin an den Tag zu legen. Am nächsten Samstag wartet auswärts die Reserve von HT München, wo der TSV wieder ein anderes Gesicht zeigen und etwas Zählbares mitnehmen möchte.

Für den TSV Friedberg spielten: Scholz (3/1), Heger (1), Thiel, Neumeier (2), Maier (1), Karl, Newel (2), Braun (2), Cada, Nothelfer (1), Rehmeyer (6/1), Porterfield (2), Reich.